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Was Sie vor dem Kauf wissen sollten:
Uhrenbeweger-Technik
Ein Uhrenbeweger sollten sie nicht von außen beurteilen, sondern an der Technik. In letzter Zeit wird der europäische Markt mit Uhrenbewegern aus China überschwemmt. Diese China-Modelle sehen auf den ersten Blick durchaus hochwertig aus – schicke Holzgehäuse oder Klavierlack etc., aber der Teufel steckt oft im Detail. Günstige China-Beweger haben oft eine sehr abenteuerliche Technik. Anders als bei Uhrenbewegern aus deutscher Produktion, werden hier preiswerte, hochdrehende Motoren verwendet, die mittels billiger Kunststoffgetriebe oder Riemen in der Drehzahl reduziert werden und oftmals sogar mehrere Uhren gleichzeitig antreiben müssen. Diese Produkte geben schon nach kurzer Zeit Ihre Funktion auf oder verzeichnen eine hohe Geräuschkulisse. Hier gilt der Satz: wer billig kauft, kauft zweimal. Bei hochwertigen Uhrenbewegern aus deutscher Produktion oder von namhaften Herstellern werden für den Antriebsmechanismus kugelgelagerte, sehr sparsame Getriebemotoren verwendet, deren Laufeigenschaften sehr leise und langlebig sind.
Professionelle Uhrenbeweger sind oft programmierbar. Nicht jedes Uhrwerk lässt sich in eine beliebige Richtung aufziehen, deshalb haben alle namhaften Hersteller von Uhrenbewegern eine Technik mit Rechts.- und Linkslauf und häufig eine Intervallschaltung (eine Abfolge von Drehung und Ruhepausen). Warum Intervallschaltung? Kaum ein Uhrwerk benötigt mehr als 1000 Umdrehungen pro Tag. Durch den Einsatz einer “Rutschkupplung“ im Aufzugsmechanismus wird Ihre Uhr zwar nicht beschädigt, wenn Sie mit mehr als 1000 Umdrehungen pro Tag bewegt wird, aber Sie unterliegt einem minimalen Mehrverschleiß, den ich jedoch als unwesentlich ansehe. Ein wichtiger Grund der Intervallschaltung liegt aber im Batterieverbrauch begründet. Zwar lassen sich viele Beweger auch mit einem Netzteil betreiben, aber dies ist bei Aufbewahrung im Schrank oder Tresor oft problematisch. Ein guter Uhrenbeweger kommt mit einem Satz Batterien ca. 6-12 Monate aus.
Besonderheiten / Uhrenbeweger für schwere, große Uhren
Wenn es einen Trend gibt, dann zu immer größeren, schwereren Uhren und das ist das Problem für die meisten Uhrenbeweger. Aus Erfahrung und Tests von mehr als 1000 Geräten ergeben sich unsere Empfehlungen: ein durchschnittlicher Uhrenbeweger ist für eine Belastung von bis zu 100g Uhren-Gewicht gut geeignet (was aber kein Hersteller angibt). Für schwere Uhren über 100g Gewicht bieten sich nur noch sehr wenige Geräte an, die mit hochwertigen Motoren und technisch optimaler Kraftübertragung ein langes Leben gewährleisten. Wir möchten hier folgende Geräte (made in germany) nennen: MTE WTS4 Serie, S1 Deluxe und Elma Corona Serie. Für Uhren mit einer Höhe von max. 15mm ist auch die Elma Pure Serie eine gute Wahl. Als preiswertere Alternative mit modernen Design empfehlen wir auch die neuen Uhrenbeweger der Marke Kadloo.
Noch was zur Uhrenbeweger Technik für Fortgeschrittene
Es gibt mit wenigen Ausnahmen 3 Antriebstechniken für Uhrenbeweger. Am meisten verbreitet ist die normale Rotation (Rechts-Linkslauf oder Intervall) unser Tipp hierzu: achten Sie auf einen Einbauwinkel des Motors bzw. der Uhrenaufnahme von mehr als 45° , besser noch 70-90° - wir haben schon bei einem Einbauwinkel von unter 65% festgestellt, dass einige Uhren nicht mehr optimal aufgezogen wurden (solche Modelle haben wir jedoch nicht im Angebot). Eine weitere und unserer Meinung die optimale Antriebstechnik bieten “Umlaufreguliergeräte“ die ursprünglich nur in der Fertigung sowie in der Werkstatt eingesetzt wurden. Anders als bei Rotations-Uhrenbewegern dreht sich die Uhr hier nicht nur im Kreis sondern zusätzlich um die eigene Achse. Beispiele hierfür sind die Uhrenbeweger MTE WTS4 Serie, MTE BIG, S1 Deluxe, Bergeon Cyclomat usw. Die 3. und neueste Uhrenbeweger-Generation bieten Gerät mit Schwingkopftechnik (Oszillation) an – hier schwingt die Uhr einfach “Hin“ und “ Her“. Als Beispiel sollen hier die Geräte Rapport EVO und Orbita Sparta genannt werden. Laut Hersteller soll bei dieser Technik das Tragen der Uhr besser simuliert werden, was wir jedoch nicht bestätigen können – aus unserer Sicht haben diese Uhrenbeweger vielmehr ein einzigartiges Design, was sich deutlich von andern Geräten abhebt und sich somit an technikbegeisternde Uhrenliebhaber richtet, die das Außergewöhnliche suchen - diese Technik stellt sich in der Praxis als sehr anfällig heraus.
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